Sharp R-120DW Manual do Utilizador Página 74

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2 Wirkstoffdesign
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Durch enorme Fortschritte in der Strukturaufklärung von Proteinen mit Hilfe der
Röntgenstrukturanalyse oder der Kernresonanzspektroskopie sowie der
Weiterentwicklung leistungsfähiger Computermodelle ist auch immer mehr ein
rationales Design von Leitstrukturen möglich geworden.
[205]
Dabei werden generell
zwei Ansätze unterschieden: ein liganden- oder ein strukturbasiertes Drug Design.
Dem strukturbasierten Design von Inhibitoren geht eine bekannte dreidimensionale
Rezeptorstruktur voraus. Wichtig dabei ist, dass potentielle Bindungstaschen erkannt
und ihre Zusammensetzung identifiziert werden. Anhand solcher Strukturen werden
mögliche Liganden vorgeschlagen, welche nach Synthese auf ihre biologische
Aktivität getestet werden. Dazu gibt es zwei grundlegende Ansätze: Das Einpassen
kompletter Ligandenstrukturen in die Bindungstasche (Docking) und der schrittweise
Aufbau neuer Liganden unter Zuhilfenahme einer Simulation der Bindungstasche. Im
Rahmen eines solchen de novo Designs werden in der Bindungstasche neue
Leitstrukturen durch Verknüpfung vorher platzierter Atome oder Fragmente oder den
sukzessiven Aufbau eines Moleküls ausgehend von einer „Keimstelle“ erzeugt.
[206]
Die Informationen erfolgreicher Inhibitor-Kandidaten können für weitere
Optimierungen verwendet werden.
Ein ligandenbasiertes Design wird in der Regel angewendet, wenn keinerlei
dreidimensionale Information des Rezeptors existiert. Stattdessen stehen meist die
Strukturen unterschiedlich aktiver Verbindungen zur Verfügung. Nach einer
Konformationsanalyse wird ein so genanntes pharmakophores Modell generiert,
welches diejenigen Teile eines Moleküls darstellt, welche für dessen
pharmakologische Wirkung verantwortlich sind. Mit Hilfe dieses Pharmakophors
können Moleküldatenbanken auf potentielle neue Leitstrukturen durchsucht werden
und die Affinität dieser Verbindungen vorhergesagt werden.
2.4 Pharmakokinetik
Neben der Optimierung der Affinität von Leitstrukturen zu einem target ist es in der
präklinischen Arzneimittelentwicklung außerdem von großem Interesse bestimmte
Eigenschaften der potentiellen Kandidaten vorhersagen bzw. abschätzen zu können.
Um für einen Arzneistoff eine passende Darreichungsform und sinnvolle
Dosierungsempfehlungen zu entwickeln sind die pharmakokinetischen ADME-
Eigenschaften (absorption, distribution, metabolism, excretion) entscheidend. Die
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