
8 Ligandenbasiertes virtuelles Screening
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Abbildung 8.7. Verbindung 250 überlagert mit einem 4-feature pharmakophoren Modell. Aromatische
Region (braun), hydrophober Bereich (blau), Wasserstoffbrücken-Akzeptor (grün).
Beim Überlagern der Hypothesen mit den Verbindungen der höchsten Aktivität fällt
auf, dass jede dieser Verbindung einen zusätzlichen Wasserstoffbrücken-Akzeptor
beinhaltet, welcher bei der automatischen Generierung der Modelle nicht auftaucht.
Aus diesem Grund wurde bei einer Hypothese ein solches Merkmal manuell
eingefügt und ebenfalls zur Datenbanksuche eingesetzt. Dieses fünf
-feature
pharmakophoren Modell ist in Abb. 8.8 dargestellt.
Das virtuelle Screening wurde mit den in Kapitel 8.2 beschriebenen Kriterien und
einem
Minimum Fit von 3.5 für die vier-feature Hypothese sowie einem Wert von 4
bei dem fünf-
feature Modell durchgeführt. Auf diese Weise konnte eine Trefferliste
von 136 potentiellen Tau-Aggregations-Inhibitoren erhalten werden. Nach Sortierung
dieser Substanzen in verschiedene chemisch verwandte Gruppen wurden zufällig 19
Verbindungen ausgesucht, die in Kooperation mit der Gruppe um Eckhard
Mandelkow zur Validierung der Modelle auf ihre biologische Aktivität getestet
wurden.
Der biologische Test basiert auf einem Aggregations-Assay, welcher die Tatsache
ausnutzt, dass der Farbstoff Thioflavin-S (ThS) seine spektralen Eigenschaften
während der Aggregation von Tau verändert (Abb. 8.9).
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