
1 Alzheimersche Krankheit
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werden muss. Verschiedenste Mechanismen sind für diese Feinregulierung der
Aktivität von GSK3 von Bedeutung. Eine Phosphorylierung der Hydroxylgruppe des
N-terminalen Ser
9
(GSK3β) bzw. der Ser
21
(GSK3α) reduziert die Enzymaktivität, da
das katalytische Zentrum blockiert wird. Im Gegensatz dazu kann die GSK3-Aktivität
durch Phosphorylierung von Tyr
216
(GSK3β) respektive von Tyr
279
(GSK3α)
gesteigert werden. Die Wirkung von GSK3 wird außerdem sehr oft durch den Grad
der Phosphorylierung der Substrate beeinflusst. Viele dieser Substrate müssen
bereits phosphoryliert sein (pre-phosphoryliert, primed), damit sie von GSK3
phosphoryliert werden können. Eine andere Möglichkeit die Aktivität zu beeinflussen
beruht auf Interaktionen mit anderen Proteinen. Durch diese Komplexbildung wird
der Kontakt von GSK3 zu einer so genannten „Primer Kinase“ hergestellt, die für das
Wirken von GSK3 teilweise unverzichtbar ist.
Stoffwechsel/Signalproteine Strukturproteine Transkriptionsfaktoren
AcetylCoA Carboxylase DF3/MUC1
β-Catenin
Amyloid Precursor Protein
Dynamin-like Protein C/EBP
APC Kinesin light chain CREB
ATP-citrat Lyase MAP1B GATA4
Axin MAP2 HIF-1
Cubitus interruptus Neural cell-adhesion Protein HSF-1
Cyclic-AMP-dependent Protein kinase Neurofilaments Mash1
Cyclin D1 Ninein MITF
Cyclin E
Tau
c-Myb
eIF2B Telokin (KRP) c-Myc
Glykogen Synthase NeuroD
hnRNP NFAT
Insulin Rezeptor Substrat-1 NF-κB (p65/p105)
Myelin basic protein Notch
NGF Rezeptor p53
Nucleoporin p62 TCF
P21 AP-1
Presenilin1
Protein Kinase A (RII subunit)
Protein Phosphatase 1
Protein Phosphatase Inhibitor 2
Pyruvat Dehydrogenase
Tabelle 1.3. Vermeintliche Substrate der Glykogen Synthase Kinase 3. Die für die Alzheimerkrankheit
relevanten Proteine sind fettgedruckt.
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